Industrie 4.0 – reicht das?

Die Initiative „Industrie 4.0“ wurde vom damaligen Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Herrn Philipp Rösler ins Leben gerufen, um deutsche Unternehmen fit für den digitalen Wandel zu machen.

Wer sich jetzt schon aktiv mit diesem Thema beschäftigt sind die Vertreter der High Tech Industrie, die in Zusammenarbeit, z.B. mit dem Fraunhofer Institut an der „smart factory“ arbeiten.

Wer sich nicht damit beschäftigt, sieht entweder derzeit noch keine Veranlassung oder ist mit dem Thema schlichtweg überfordert.

Es wird allerdings nicht reichen, Technologien und Prozesse in Richtung „smart factory“ voran zu treiben und so Unternehmen zu veredeln.

Der übergeordnete Begriff des digitalen Wandels ist das „Internet der Dinge“ (IoT), das über zahlreiche Erfassungsmodule (u.a. GPS, Kameras, Aktoren, Sensoren, auch Bestell- und Bezahlvorgänge) „Big Data“ sammelt, über individuell entwickelte Algorithmen auswertet und gezielt einsetzt. Das Internet der Dinge vernetzt (z.B. über RFID in Bauteilen) alles mit allem und jedem.

Das Internet der Dinge ist die Grundlage jener disruptiven Innovationen, die per se zum Ziel haben, Ineffizienzen zu eliminieren und damit ganze Konzerne, Märkte und Branchen anzugreifen und letztlich zu vernichten. Und nichts ist dabei heilig. Jetzt schon gibt es Tendenzen, auch schier unantastbare Industrien, wie den Automobilbau oder Energieversorgung aufs Korn zu nehmen. Und in der letzten Konsequenz laufen auch diese großen Strukturen Gefahr, als unbedeutende Anhängsel neuer Wertschöpfungsnetzwerke degradiert zu werden.

Internet of Things, Internet of Services und letztlich Internet of All sind zukünftig das Maß aller Dinge. Und hier liegen auch die Chancen, insbesondere der KMU. Fantasie wird wichtiger als Wissen. Probleme in den Märkten und Branchen zu erkennen und innovative Lösungen zu entwicklen, sind die neue Währung. Chancen liegen z.B. in der Erweiterung des Einflussbereiches im Servicebereich. So gibt es ein Unternehmen, das damit wirbt, 12 Jahre sorgenfreies Waschen zu garantieren. Die Marke der Waschmaschine? Völlig egal. Wissende Bauteile melden Schäden oder Verschleiß über das Web an einen Servicemitarbeiter. Termin, Behebung, fertig.

Eine weitere Chance liegt in der beschleunigten Individualisierung zu extrem günstigen Preisen bis runter auf Lösgröße 1 über den Einsatz von 3D-Druck.

Entscheidend für KMU ist, sich JETZT dem Thema zu stellen. Informationen sammeln, für das eigene Unternehmen bewerten und Chancen suchen und finden. Oder einfach: HANDELN. JETZT.

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