EHEC – und was bleibt?

Erstens, dass wir Gemüse, Obst und Salat nie wieder bedenkenlos und unbefangen essen werden.
Zweitens, dass einfache hygienische Maßnahmen wie Hände und Gemüse waschen und den Küchenarbeitsplatz sauber zu halten, nicht selbstverständlich sind.
Drittens, dass mutierte Keime in Zukunft eine immer größere Gefahr für uns werden. Resistente Krankenhauskeime, mutierte Vogelgrippe- und EHEC-Keime, Penicillis-resistente Bakterien gibt es jetzt schon. Das wird die größte Herausforderung der Medizin.
Übrigens, die EHEC-Entwarnung, Freigabe für Tomaten, Gurken und Blattsalate (wie selbstverständlich uns diese Trilogie in den letzten Wochen geworden ist), denn: Die Sprossen waren’s.
Vielleicht geht es Ihnen so wie mir: Die große Erleichterung stellt sich nicht ein. Schließlich waren auf den spanischen Gurken tatsächlich EHEC-Keime. Zwar nicht die gefährlichen, mutierten, aber die Keime waren drauf. Fast hat man den Eindruck, dass die Politik nach dem Augen-zu-und-durch-Prinzip einem Restrisiko aussetzt, das geringer eingeschätzt wird, als der wirtschaftliche Schaden. A propos, 200 Millionen Euro Schaden pro Woche, das wären mehrere Milliarden pro Jahr, wenn man die Zahl um die Saisonalität korrigiert. Kann es sein, dass der Gemüse-Umsatz so gigantische Dimensionen erreicht?

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