Burnout oder Boreout?

Ich hab‘ mich schon gewundert. Keine Woche ohne Meldung über die steigende Zahl an psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz, Burnout, Depressionen. Die Krankenkassen und Rentenversicherungsträger schlagen Alarm. Die daraus entstehenden Kosten für die Arbeitgeber werden exorbitant steigen.
Deutschland ein Volk von Ausgebrannten, Depressiven, psychisch Kranken, die nichts mehr aushalten? Das ist die Burnout-Theorie, so mit Überforderung, Mobbing, soziale Kälte, schlechte Betriebsklimata etc.
Jetzt bin ich aber in einem jüngeren Zeitungsartikel auf eine heiße Fährte gestoßen, die zunächst reißerisch klingt, aber für mich auch Sinn macht, weswegen ich die Spur weiter verfolgen werde. Hier eine erste Annäherung zum Thema Boreout:
Psychischer Stress durch Langeweile, Unterforderung, Faulheit, Bequemlichkeit. Interessant. Prompt gibt es eine Webseite zum Thema, www.boreout.com . Aber auch seriöse Zeitungsmedien beschäftigen sich mit dem Thema.
Für mich passt es ins Bild und es wird mir einiges klar. Ich kann es auch schon nicht mehr hören: Ich werde nicht motiviert, mein Chef kann nicht führen, mein Chef kann nicht delegieren, das Betriebsklima ist schlecht, das Geld ist zu wenig . . .
Vielleicht ist der Trend wirklich nicht Burnout sondern Boreout, weil wir Deutschen, satt nach den fetten Jahren, verlernt haben zu kämpfen, kratzen, beißen, spucken und wie im Fußball um jeden Ball zu kämpfen. Weil wir verlernt haben, uns unser Geld zu verdienen.
Hier als Leihgabe eine kleine Checkliste:
* Erledigen Sie private Dinge während der Arbeit?
* Fühlen Sie sich unterfordert oder gelangweilt?
* Tun Sie ab und zu so, als ob Sie arbeiten würden ­– haben tatsächlich aber gar nichts zu tun?
* Sind Sie am Abend müde und erschöpft – obwohl Sie gar keinen Stress hatten?
* Sind Sie mit Ihrer Arbeit eher unglücklich?
* Vermissen Sie den Sinn in Ihrer Arbeit, die tiefere Bedeutung?
* Könnten Sie Ihre Arbeit eigentlich schneller erledigen, als Sie dies tun?
* Würden Sie gerne etwas anderes arbeiten, scheuen sich aber vor dem Wechsel, weil Sie dabei zu wenig verdienen würden?
* Verschicken Sie während der Arbeit private E-Mails an Kollegen?
* Interessiert Sie Ihre Arbeit nicht oder wenig?

Ich werde mich in Zukunft verstärkt dieses Themas annehmen.

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