VUCA, Chaos, Ordnung und Management

Sehr viele Mitarbeiter, Fachkräfte, Führungskräfte und Manager verstehen VUCA nicht. Auch verstehen sie nicht, warum die Erfindung genannt Management tot ist.

Komplixität kann niemand planen, steuern oder managen. Wer das verstanden hat, dem ist sofort klar, warum Budgets, Zielvereinbarungen, BSCs und alle anderen Planungs- und Steuerungsinstrumente nicht mehr funktionieren.

Natürlich macht das Angst, geht es doch um nichts weniger als das Überleben von Betrieben, Unternehmen und Volkswirtschaften.

Und es braucht gar nicht ein tiefes, fundamentales Verständnis von VUCA. Eine Ahnung davon, ein Gefühl dafür und resultierend daraus eine (ehrlich) ge-/veränderte Grundeinstellung genügt, um VUCA-gemäß zu agieren.

Hier ein mentaler Steigbügel:

http://bit.ly/2p74zy3

Reicht noch nicht aus? Hüte Dich vor DISRUPTION.

Mögliche Ansätze?

Auch wenn die Beratergilde angesichts der Verlockungen neuer Geschäftsfelder viel Weihrauch versprüht und VUCA einen geradezu geheimnisvollen, ja mythischen Anstrich verpasst, ist die Antwort darauf recht einfach. Nicht leicht, aber einfach.

Auf den Punkt gebracht erreichen Sie mit Offenheit und Transparenz, was wiederum hohen sozialen Druck auslöst UND Flexibilität und Kreativität schon sehr viel. Eine gute Benchmark hierfür ist die Broken Window Theorie.

 

V U C A – Wie gestalte ich Business Organisationen im komplexen Umfeld?

Aus den Anfangsbuchstaben der Worte

V olatility

U ncertainty

C omplexity

A mbiguity

zusammengesetzt steht dieses Akronym für die Erkenntnis, das unser unendlich vernetztes, globalisiertes Wirtschaftsleben nicht mehr

  • planbar
  • budgetierbar
  • managebar
  • kontrollierbar

ist. Da die klassischen Taylor’schen Managementmethoden versagen, braucht es Erneuerung:

  • neue Paradigmen
  • neue Dynamiken
  • neue Führungsansätze

Da der Autor sich in den folgenden Beiträgen auf das Spezialgebiet

konzentrieren wird, hier ein erstes, bei weitem nicht vollständiges „Mini-Lexikon, um den geneigten Leser auf das Thema und die Sprache einzustimmen:

A

Big Data

C

Durchwursteln

Emergenter Ansatz (>Kontingenz)

Five Monkies

G

H

Inkremente; iterativ; Interaktion; Individualität

J

Kontingenz (>emergenter Ansatz); Konsistenz

LFP (Light Footprint Strategie/“obama“)

Muddling through

N

Optionen; Option to Abandon

Projektmanagement, agiles; PRO-aktiv; Paradigmen-Weltbild-Einstellung („Denke“)

Q

Reagieren auf Veränderungen (V U C A)

Scrum

Toyota

U

VUCA

Wasserfallmodell

X

Y

In der folgenden Artikelreihe werden die Begriffe sukzessive aufgelöst, Autoren-Literatur-Speaker, Techniken und Methoden vorgestellt und vor allen Dingen wird, aus der subjektiven Betrachtung des Autors heraus, dargestellt, warum Management versagen muss und welche Bedeutung

  • Transparenz   („malcolm gladwell“)
  • Konzepten
  • Optionen
  • Chancen

haben.

VIEL VERGNÜGEN BEIM „FAHREN AUF SICHT“.

„Deutsche Unternehmen setzen auf den angepassten Durchschnitt“

Diese Überschrift finden Sie in folgendem Artikel:

http://arbeits-abc.de/querdenker-als-fuehrungskraft/?platform=hootsuite

Wissensarbeiter, Chancenmanager, Kreativität, Design Thinking, Concept Design . . . braucht das wirklich niemand?

Lesenswert:

Niels Pfläging

Prof. Dr. Wolfgang Vieweg

Edward de Bono

Vera F. Birkenbihl

Jörg Dirbach

Vieles wird propagiert und gebetsmühlenartig gepredigt und wenig angewendet und umgesetzt. Wo sind die Praktiker?

 

Chancenmanager vs. Risikomanager

Ein sehr schöner FAZ-Artikel! „Alle suchen Risikomanager – niemand Chancenmanager“ .

Für mein 5-Minuten-Brainstorming mit einem Birkenbihl-KAWA®

habe ich mir  das Wort  E I N S I C H T   ausgesucht, denn die steht am Anfang.

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Am Anfang steht die Einsicht. Warum? Manager und Führungskräfte sind Problemlöser und kümmern sich vorrangig um Dinge die DRINGEND sind. Dafür werden sie bezahlt, bewundert und befördert.

Chancendenken, Chancenmanagement? Fehlanzeige.

Wenn es dringend ist, einen Brand zu löschen, ist es wichtig, bei Zeiten ein Brandschutzkonzept zu entwickeln. Diese Unterscheidung zwischen DRINGEND und WICHTIG ist elementar und mancher lernt es sein Leben lang nicht. Siehe hierzu auch das „Eisenhower-Prinzip“.

Ist eine Chance eine Handlungsweise, die erstens machbar ist und zweitens allen Beteiligten Nutzen bringt (win-win), dann wäre die einzige Investition unsere Zeit nachzudenken.

Haben wir Ideen generiert und -ganz wichtig- so lange an der Formulierung gearbeitet, bis wir den Kern erfasst und beschrieben haben, dann können wir sie evaluieren, ihren Wert ermitteln. Daraus folgt zwingend der nächste erforderliche Schritt. Dieser reicht von der Beschaffung weiterer Informationen bis hin zum Design eines Konzeptes, wodurch die Chancenidee eine erste Form annimmt. Ein wirklich tolles Tool dafür ist das „Six-Hat-Thinking®

Oder, wenn’s schnell gehen soll, die „Walt-Disney-Methode“.

Das Ganze mündet dann vielleicht in ein Pilotprojekt.

Idealerweise schafft es ein Unternehmen, Chancendenken und Concept Design zu institutionalisieren.

Denken in Chancen, Möglichkeiten, Räumen, Konzepten, Optionen sollte eine zwingende Managerkompetenz werden. Aber: Alle suchen Risikomanager („DRINGEND“) und keine Chancenmanager (WICHTIG).

 

 

 

 

 

Crowdshop GmbH – Ein Regensburger Startup eliminiert Ineffizienzen zum Nutzen mittelständischer Unternehmen

Noch ein Beispiel 4.0 gefällig?

Ich hatte schon über einen smarten Rollstuhl aus dem 3D-Drucker, dem vernetzten Waschsalon und die Plattform von Gisbert Rühe’s Klöckner Stahlhandel berichtet. Umso größer jetzt die Freude über dieses junge Startup vor meiner Haustür. Es geht dieses mal wieder um eine innovative Handelsplattform, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Ineffizienzen bei der Beschaffung zu eliminieren. Nutznießer ist die anvisierte Zielgruppe der mittelständischen Unternehmen im produzierenden Gewerbe.

Regensburg ist mit BMW, OSRAM, Continental hinsichtlich großer Technologieunternehmen und Firmen wie die Maschinenfabrik Reinhausen und zahlreicher weiterer Hightec-KMU kein unbeschriebenes Blatt. Schon allein daher nicht das schlechteste Pflaster für dieses junge Startup.

Was zeichnet Crowdship aus? Über ihre Handelsplattform vermitteln sie mittelständischen Unternehmen Rohstoffe, Betriebsmittel, Maschinen, Werkzeuge oder Montagematerial. Die Missionierungsphase ist vorbei und potenzielle Lieferanten kommen jetzt aktiv auf Crowdshop zu, um sich zu bewerben. So muss das sein.

Die Vorteile für die Kunden?

    1. Günstige Ware, da kein Zwischenhandel und Direktversand von Herstellern an Kunden (bei den meisten anderen Onlineshops hat man den Versand max. von Großhändlern an Kunden).

    2. Alles aus einer Hand (und das Angebotsportfolio wird ständig ausgebaut; für 2016 sollen bereits 500.000 Produkte angeboten werden) – außerdem können Kunden über das Beschaffungstool alles anfragen, was sie benötigen, ganz gleich was es ist.

    3. Service pur: Vor allem bei Marktplätzen hat man das Problem, dass der Kunde nicht weiß, wer eigentlich hinter der Lieferung steckt. Ruft man beim Plattformbetreiber an und nach dem Status fragt, erhält man keine Antwort.

Die Vorteile für die Hersteller?

Eine professionelle Außendarstellung im Internet ist eine kostenlose zusätzliche Werbung UND: Umsatzzuwächse sind garantiert.

Vermutlich sammelt die Plattform ihre Big Data der Angebots- und Nachfrageseite und kann damit sukzessive immer präziser agieren. Typisch Plattform eben. Plattform anbieten, Ineffizienzen eliminieren und nach allen Seiten Nutzen stiften. So entstehen innovative Wertschöpfungsnetzwerke.

Die Gespräche finden ganz à la Silicon Valley in der Küche statt. Sympathisch und effektiv! Erfahrungsgemäß finden dort die besten und fruchtbarsten Gespräch statt UND dort werden die besten Ideen geboren. Im Silicon Valley hat die Küchenkultur einen ganz hohen Stellenwert.

Immerhin schon im vierten Jahr! Wenn man bedenkt, dass 9 von 10 Startups trotz intensiver Analysen und großem Erfahrungsschatz der Investoren scheitern, ein toller Erfolg.

Verkaufen unplugged – Vom Handwerk zur Kunst oder: Wie wird man eine souveräne Verkaufspersönlichkeit?

Einfach verkaufen. Es ist primär keine Frage der Methodik oder der Technik. Es ist eine Frage der Authentizität. Es ist außerdem eine Frage der Persönlichkeit. Sinnvolle und wirkungsvolle Werkzeuge unterstützen die Arbeit. Die souveräne Verkaufspersönlichkeit organisiert sich selber, z.B. über

  • Wochenplan und Wochenabgleich
  • Verkaufstrichter
  • dringend vs. wichtig
  • Vertriebspipeline
  • Hunting 5

Wenige einfache Tools bilden das Rückgrat und das Skelett der Vertriebsarbeit, die jetzt mit Leben gefüllt werden muss. Wie? Mit konkreten, zielführenden Entscheidungen, die zum konkreten, zielführenden Handeln führen.

Eine hilfreiche Grundeinstellung ist, wenn ich lerne mit den Augen des Marktes, des Kunden UND seines Kunden zu sehen.

Eine hilfreiche Sichtweise ist, wenn ich so denke, plane und handle, als wäre dauernd Krise.

Hilfreich ist es auch, wenn ich mir die Frage stelle, was meinen Markt und meine Kunden angreifen und zerstören könnte.

Das größte Kapital sind Probleme und ganz besonders diejenigen Probleme, die meine Branche bei den Kunden schafft. Wenn ich jetzt schaffe, diese Probleme auf EIN Kernproblem (und es ist immer EIN Kernproblem) zurückzuführen, kann ich es gezielt lösen und ein unwiderstehliches Angebot ausarbeiten.